Project

Als geschichtsträchtiger Industriestandort und Wahrzeichen von Seraing werden die Ateliers Centraux zu einem einzigartigen Mikroviertel neu erfunden, das Gemeinschaftssinn und Lebensqualität miteinander verbindet. Entdecken Sie ein ambitioniertes Projekt, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpft.
Die Geschichte der Ateliers

Ein Ort, ein Geist, eine Gemeinschaft
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Belgien zur zweitgrößten Industrienation der Welt – direkt hinter dem Britischen Empire. Dieser außergewöhnliche Aufstieg nahm in Wallonien seinen Anfang, mit Seraing als treibender Kraft und den Hochöfen als prägendem Symbol.

— Victor Hugo, Le Rhin
Im Jahr 1817 errichtete der Mechaniker und Unternehmer John Cockerill in Seraing einen der ersten großen Industriekomplexe der modernen Ära. In Rekordzeit rückte die Industrie von Seraing ins Zentrum der Aufmerksamkeit und exportierte hochmoderne Technologien in die ganze Welt – Technologien, die die Moderne entscheidend prägen sollten: Dampfmaschinen, Kesselanlagen, Brücken, Schiffsrümpfe und eine der strategisch wichtigsten Innovationen überhaupt – die Eisenbahn.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand durch diesen industriellen Aufschwung eine bis dahin unbekannte Landschaft: ein Panorama aus Gießereien, Walzwerken, Schmieden und Werkstätten von gigantischem Ausmaß. Im Mittelpunkt stand die ikonische Silhouette des Hochofens, die den Kirchturm als Orientierungspunkt ersetzte. In diesem zugleich faszinierenden und infernalischen Umfeld entstanden die Ateliers Centraux zu Beginn des folgenden Jahrhunderts.

eine mechanische Werkstatt, eine Kesselschmiede, eine Waggonwerkstatt, eine Lokomotivenwerkstatt, eine Elektrowerkstatt sowie Lagergebäude.
Ein Ort, ein Geist, eine Gemeinschaft
Die Ateliers Centraux wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als logistisches und administratives Zentrum für die umliegenden Industriebetriebe errichtet. Ein Ort, der Menschen verband, das Herzstück einer Gemeinschaft und das Symbol einer starken Arbeiterkultur.


Wie ihr Name bereits vermuten lässt, nahmen die Ateliers Centraux eine zentrale Stellung innerhalb der Cockerill-Werke in Ougrée ein. Sie lieferten die mechanischen und elektrischen Bauteile, die für sämtliche Aktivitäten der Gruppe erforderlich waren – von den Kokereien bis zu den Walzwerken. Hinzu kamen Werkstätten für die Montage und Reparatur von Lokomotiven, ein Planungsbüro sowie Verwaltungsdienste.
Letztlich traf in den Ateliers Centraux eine ganze Welt aufeinander: Arbeiter, Instandhaltungsteams, Mechaniker, Ingenieure, Lagerverwalter, Sekretärinnen und viele andere. Sie alle bildeten eine Gemeinschaft, die nicht nur durch die Arbeit verbunden war, sondern auch durch die Ereignisse des Lebens, nationale Feierlichkeiten, Volksfeste und die Arbeiterbewegungen, die den Standort bis zu seiner Schließung Anfang der 2000er-Jahre prägten.

Zeit der Wiedergeburt

Ein ikonisches Gebäude
Die Ateliers Centraux bestehen aus drei Hallen mit monumentalen Proportionen und einer klaren, zeitlosen Ästhetik. Einst eine Kathedrale aus Beton im Dienste der Industrie, morgen ein neu gedachter Ort des Staunens, der Entfaltung und der Begegnung.







Die Architektur der Ateliers Centraux hat aus ihrer industriellen Vergangenheit eine einfache und funktionale Typologie geerbt: weitläufige Räume, große Öffnungen und eine zeitlose, reduzierte Ästhetik, die zur Kontemplation einlädt. Gerade die Emotion, die dieser Ort ausstrahlt, war Ausgangspunkt für den Wunsch, diesem feierlichen, majestätischen und ikonischen Erbe neues Leben einzuhauchen.
Die Umgestaltung, die der dänischen Architektin Dorte Mandrup anvertraut wurde, verfolgt das Ziel, das kulturelle und symbolische Erbe des Ortes durch Erhaltung, Wiederverwendung und Recycling zu bewahren. Der ursprüngliche Grundriss und die monumentale Struktur der Hallen werden hervorgehoben und neu interpretiert, um ihnen eine zeitgenössische Identität zu verleihen – mit Räumen für Kreativität, Begegnung und Lebensqualität.








Ein vollständiges Ökosystem
Die Ateliers Centraux wurden als eigenständiges Ökosystem konzipiert, das auf Vielfalt und der Ergänzung verschiedener Nutzungen basiert: Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Vereins- und Sporteinrichtungen, gemeinschaftliche Lebensräume … eine Welt für sich.

Der Masterplan der Ateliers Centraux erstreckt sich über mehr als 30.000 m² und gliedert sich in drei Bereiche: die Werkstätten der Westhalle, die in ein Zentrum für Kunst und Kreativität umgewandelt werden; die Lokomotivenhalle im Süden mit Wohnungen, Geschäften und Sporteinrichtungen; sowie die Osthalle, die rund um ein Gastronomiekonzept neu gestaltet wird, einschließlich eines Hotels, das den Anspruch unterstreicht, dieses Mikroviertel zu einem echten Reiseziel zu machen.
Im Herzen dieses Ökosystems befindet sich der Vorplatz des Kunstzentrums, der als öffentlicher Platz dient – eine Agora für Konzerte, Performances, Festivals, Flohmärkte und vieles mehr. Eine grüne Lunge, die die Gastfreundschaft eines Ortes verkörpert, der für die gesamte Gemeinschaft gedacht ist, für Tagesgäste ebenso wie für ganzjährige Bewohner.





Ein besonderes Ziel


Ein Ort für Kultur(en)
Eine der tragenden Säulen des Projekts Ateliers Centraux ist die Kultur im weitesten Sinne: zeitgenössische Kunst, darstellende Kunst, Street Art, Festivals, Begegnungen und Nachbarschaftsfeste. Kultur wird als soziales Bindeglied verstanden und bildet sowohl das pulsierende Herz als auch das Aushängeschild des Viertels.
Kunst und Kultur sind die treibenden Kräfte hinter der Entwicklung der Ateliers Centraux. Im Einklang mit dem architektonischen Konzept soll das kulturelle Programm Begegnungen, Austausch und Entdeckungen fördern – in einem möglichst offenen, großzügigen und verbindenden Geist.
Die kuratorische Vision der Ateliers Centraux lebt vom Zusammenspiel aller Formen kulturellen Ausdrucks – ohne Genregrenzen und ohne Hierarchien. Von den experimentellsten Installationen zeitgenössischer Kunst bis hin zu spontanen Nachbarschaftsbanketten werden alle Initiativen gefördert, die dem Ort auf unerwartete und vielseitige Weise Leben verleihen. Ziel ist es, ein Mikroviertel mit Seele zu schaffen – einen Ort, an dem sich jeder Tag für Tag entfalten kann.

Ein neuer europäischer Hotspot
Die Ateliers Centraux sind weit mehr als ein Immobilienprojekt innerhalb ihrer eigenen Grenzen. Sie haben das Potenzial, zum Epizentrum eines Stadtteils im Wandel zu werden – von dem Campus Sart-Tilman bis zum Stadion von Sclessin. Ein Zentrum für Freizeit, Kultur und Innovation, dessen strategische Lage Besucher aus ganz Europa anzieht.
Das Projekt Ateliers Centraux möchte zu einer der treibenden Kräfte bei der Wiederbelebung des Gebiets Ougrée-Meuse werden – einem umfassenden Stadtentwicklungsplan, der sich von den Ufern der Maas bis zu den Hängen des Sart-Tilman erstreckt. Ob Einwohner von Seraing, Studierende des Campus, Fans des Standard de Liège („Allez les Rouches!“) oder regelmäßige Besucher der OM-Konzerte – alle sind in den Ateliers Centraux willkommen.
Doch die Ateliers Centraux richten sich nicht nur an die Provinz Lüttich. Ganz Europa ist eingeladen, diesen außergewöhnlichen Ort zu entdecken. Mit einem kulturellen Programm, das jede Reise wert ist, und einem umfassenden Angebot an Hotellerie- und Serviceleistungen wurde alles darauf ausgelegt, die Ateliers Centraux zu einer unverzichtbaren Destination zu machen – lebendig, angenehm und immer wieder überraschend. Von Brüssel, Köln, Luxemburg, Düsseldorf, Paris oder Amsterdam aus ist Seraing in nur wenigen Stunden mit dem Auto oder der Bahn erreichbar – für ein Wochenende oder eine ganze Woche voller Entdeckungen und Erlebnisse.

Ein Projekt, das schon heute erlebbar ist!


Von einem Gebäude zu einem lebendigen Zentrum. Wohnen, Handel, Kultur, Sport, studentisches Leben und gesellschaftliches Engagement vereinen sich an einem Ort. Mit den Ateliers Centraux erwacht ein ganzes Quartier zu neuem Leben.